Befristet / Unbefristet

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Themenersteller
 Themenersteller
12. Dez 17

Befristet / Unbefristet
Heute im Radio gehört, das es vermehrt befristete Arbeitsplätze gibt für Menschen im Alter zwischen 18 und 35. U.a., weil ein Arbeitgeber erstmal sehen will, ob der neue Mitarbeiter sich gut im Unternehmen macht und zur Firma passt. Oder weil Mitarbeiter mit der Familienplanung anfangen, mit dem Hausbau etc.

Leider konnte ich nicht alles verfolgen.

Ich nehme an, dies ist wieder so eine Statistik-Angelegenheit.

Jetzt sehe ich aber mich mit frischen 38 Jahren, die eine abgeschlossene Berufsausbildung hat, einige Jahre wegen der Kinder, Familie und auch aus gesundheitlichen Gründen zu Hause war und nun wieder zurück ins Arbeitsleben will.

Einen befristeten Job will ich nicht. Ich will arbeiten bis ins hohe Alter, wenn es der Beruf und die Gesundheit her gibt, auch über das Rentenalter hinaus. Ich habe regelrecht Angst davor einen befristeten Job zu machen, weil ich weiß wie schwer es ist auf dem Arbeitsmarkt unter zu kommen, gerade als alleinerziehende Mutter die viele Jahre nicht auf dem Arbeitsmarkt Erfahrungen gesammelt hat, sondern quasi neu anfangen muss.

• Wozu gibt es eigentlich die Probezeit in den Betrieben?
• Ist dieses "befristete Arbeitsverhältnis" gleich zu stellen wie mit Probearbeiten?
• Oder gibt es heute sowas wie Probearbeiten nicht mehr?
 
JOY-Team
 JOY-Team
12. Dez 17

Ist dieses "befristete Arbeitsverhältnis" gleich zu stellen wie mit Probearbeiten?
Nein, du hast für gewöhnlich dennoch eine Probearbeitszeit, in der beide Seiten ganz normal innerhalb von 2 wochen ohne angabe von Gründen kündigen können - das hast du in einem befristeten Vertrag nicht. Da gilt für gewöhnlich auch die gesetzliche Frist.

• Oder gibt es heute sowas wie Probearbeiten nicht mehr?
Oh doch, gibt es. *ja* Was mich immer tierisch genervt hat! Wenn man sich aus einem Job heraus bewirbt, ist das nämlich gar nicht mal so einfach. Ich habe sogar das Gefühl gehabt, dass die Anzahl an Probearbeits-Forderern zugenommen hat. Und was ich so mitbekomme, wird das u.U. auch ganz schön ausgenutzt. Da spricht man gleich von 3-5 Tagen mal eben zum Arbeiten kommen.

Befristete Verträge sind einfach Sicherheit auf Seiten der Arbeitgeber, und haben sich irgendwie auch oft etabliert. Sie hängen auch viel von der Branche ab. Im Marketing/ Geisteswissenschaften hast du deutlich mehr befristete Verträge als in der freien Wirtschaft. Weil da oft die Budgetplanungen nur ein Jahr in die Zukunft gehen etc.

Wenn du sagst, du willst arbeiten, kann ich nachvollziehen, dass du keinen befristeten Vertrag haben möchtest - aber falls sich doch einer ergibt (es muss ja nicht immer nur gleich ein Jahr sein - das geht ja bis zu drei), dann würde ich nicht lange zaudern. Zum einen kann man dann in sicherer Position weitersuchen und zum anderen - was du hast, hast du. Das ist nämlich ein Sprungbrett wieder rein ins Arbeitsleben... wenn auch nicht das idealste *zwinker* Und die meisten Verträge, die ich in meinem Umfeld mitbekam, wurden alle mindestens einmal verlängert - und oft dann ins unbefristete. So ist es mir bei meinem ersten Job übrigens auch ergangen. *wink*

nur weil du einen befristeten Vertrag hast, heißt das doch nicht, dass du nie wieder einen Job danach findest - das hat mit arbeiten bis ins hohe Alter, mMn gar nix zu tun. 1 Jahr Arbeit -> gut für die Rente. Wenn dir einer den befristeten Vertrag gibt und es passt vom Bauchgefühl her - nimm's! Du wirst es sonst sicher bereuen *zwinker*
 
Gruppen-Mod
 Gruppen-Mod
12. Dez 17

Befristete Verträge sind heute üblich. So gut wie überall.
Und wenn ich die Wahl hätte zwischen einem befristeten Vertrag oder gar keinem, dann würde ich unbedingt den befristeten nehmen. Viel andere Möglichkeiten gibt´s da nämlich nicht.
Zumal Dir auch jedes Arbeitsamt gehörig auf die Füße treten wird, wenn die feststellen, daß man einen Vertrag abgelehnt hat.
Wie es sich im normalen Berufsleben mit der Probezeit verhält, weiß ich nicht, im öffentlichen Dienst sind es 6 Wochen. Arbeitsverhältnisse auf ein Jahr befristet. In der Regel, wenn man sich nicht allzu blöd anstellt, kommt der Folgevertrag direkt hinterher. Ebenso für ein Jahr. Und im Normalfall gibt´s danach einen Festvertrag.
Wenn der Arbeitgeber noch einen befristeten hinterher schieben will, dann kann er das indem er einen Vertrag mit "Sachgrund" auf´s Auge drückt.
Für Arbeitgeber sind befristete Verträge eine feine Sache, sind diese Arbeitnehmer doch weniger rebellisch wie die fest Angestellten. Ein befristeter AN überlegt sich dreimal, ob er Kritik übt, oder lieber die Klappe hält.
Dennoch, auch wenn es nervenaufreibend ist (drei Monate vor Vertragsablauf zum Arbeitsamt usw., keine verbindliche Sicherheit, usw.), ich würde niemandem abraten einen solchen Vertrag zu unterschreiben.

Und ganz ehrlich, unter uns: einem Bewerber, der große Lücken im Lebenslauf hat, wird kaum jemand unbefristet einstellen. Das ist so wie mit der Katze im Sack.........
 
 
12. Dez 17

Viele befristete Verträge bieten auch einfach eine gute Chance danach in eine unbefristete Anstellung zu wechseln. Wohl gemerkt, wir reden hier nicht über Leiharbeit (aber auch die kann eine gute Chance sein, danach fest zum Kunden zu wechseln).
Ich habe in der Vergangenheit befristete Verträge geschlossen, wenn
1. sich die Tätigkeit auf einen bestimmten Auftrag oder Projekt begrenzt hat.
2. es erst einmal um eine Vertretung der Kollegin Elternzeit ging.
3. die Anstellung bei unserem Kunden das Ziel war, er aber die Stelle noch nicht geschaffen hatte.

BTW: Da Grund Nr. 2 im Frühjahr bei uns wieder greift (ich war es nicht, ich schwör'!), wird es bald wieder eine (erstmal) befristete Stelle geben...
 
 
12. Dez 17

Individuell
Im Grundsatz ist ein befristeter Vertrag eine Chance sich einzubringen.
Man kann sich kennenlernen. Ehrlicher Umgang vorausgesetzt.

Wenn ein Arbeitgeber sieht, dass Arbeitnehmer sein Geld wert ist, wäre er doch ein Trottel ihn wieder gehen zu lassen.

Wenn er es trotzdem tut, sei froh drüber, dann ist er ein Trottel (oder du überschätzt dich).
...
 
Gruppen-Mod
 Gruppen-Mod
30. Dez 17

Bei meinem neuen Arbeitgeber (bei dem ich seit 2,5 Jahren bin) sind meine Arbeitsverträge immer nur befristet. Ich habe nun schon den 3. Arbeitsvertrag, befristet bis Sommer 2018. Er wird dann (wenn überhaupt) immer jeweils um ein Jahr verlängert.
Das liegt daran, das wir verschiedene Projekte machen, die aus öffentlichen Mitteln finanziert werden und immer nur befristet sind.
Sollte ein Projekt beendet sein, wird dann eben geschaut, ob man mir ein anderes, neues Projekt anbieten kann, in dem ich mitarbeiten kann. Oder ich muss wieder den Gang zum Arbeitsamt machen.

Vor 3 Jahren hatte ich ich mal auf 2 ausgeschriebene Stellen beim Arbeitsamt beworben. Selbst die waren nur für 4 Monate befristet.
Das ist also heute ganz normal.
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